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Die Musenfalle - Rezensionen
Viele Einfälle abseits des Mainstreams und rasant-witzige Dialoge zeigen die Autorin auf einem entwicklungsfähigen Weg.
Ingeborg Sperl in DER STANDARD 4./5.12.2010
Lilly ist wild genug für eine Krimiserie
Das ist die Geburtsstunde einer neuen österreichischen Krimi-Serie. Fix ist das noch keineswegs, aber es muss einfach so sein. Denn für einen einzigen Roman ist Lilly Sommer zu schade. Zu wild. Zu ausgefeilt.
Nora Miedler legt immer noch etwas Überraschendes drauf. Sie hat gelernt, kurz und bündig große Wirkung zu erzielen. Danke, es war eine gute Lesenacht mit der sehr interessanten Lilly Sommer.
Peter Pisa, Kurier 23.10.2010
In "Die Musenfalle" verpackt Nora Miedler die Nöte von JungschauspielerInnen in einen wirklich unterhaltsamen Kriminalroman.
Fast nebenbei portraitiert Miedler also das österreichische Schauspielmilieu zwischen realen Weltruhmambitionen und überheblicher Eitelkeit. Getragen wird „Die Musenfalle“ aber, wie fast jeder gute Krimi, von ihren wunderbar brüchigen Figuren.
In dieser Konstellation ergeben sich die launigsten Dialoge, die rotzigsten Schmähs und die an bester schauspielerischer Menschenkenntnis geschulte Detektivarbeit. Für den kommenden Sonntagabend lautet die Empfehlung daher nicht ORF2, sondern 250 Seiten Musenfalle.
Barbara Köppel in FM4 Connected ORF 14.10.2010
Derart hinreißend, voller Saft, Drive und Tempo wurde meines
Wissens noch niemals ein Krimi im Theatermilieu geschildert.
Jürgen Hoppmann - www.positiv-web.de, September 2010
Die Musenfalle“ ist noch besser als Miedlers Debüterfolg „Warten auf Poirot“, weil die Autorin stets überrascht … Ein Twist folgt dem anderen, unwahrscheinliche Konstellationen treffen auf radikale Lösungen, und der Schluss ist so finster, wie man sich das nur wünschen kann. Ein neuer Höhepunkt der deutschsprachigen Krimiszene.
Peter Hiess in der Buchkultur 132 Oktober/November 2010
Fesselnder Schreibstil mit gelungenen Dialogen.
Bericht in Wiener Zeitung
Stefan Beig für die Wiener Zeitung 30. September 2010
Hardboiled, aber mit Miedler-Touch … vergnüglich, sarkastisch und spannend. Klare Sprache, knappe Sätze; es gibt kaum Platz zum Verweilen … Literatur über gescheiterte Lebensentwürfe, unerfüllte Träume, über Veränderungen, die das Leben beeinflussen. Nora Miedler hat keine Scheu tollkühne Volten zu schlagen, die Schraube dann noch einmal anzudrehen, und mit hinterhältigen Pointen für plausible Überraschungen zu sorgen. Es macht ihr sichtlich Spaß, forschem Übermut eine Plattform zu bieten, und sie tut dies wie bereits in Warten auf Poirot gekonnt und mit Charme.
Jochen König auf Krimicouch.de
Heldin Lilly - ein wunderbar gelungenes Großmaul ... aus der Hand legen wird man das Buch kaum. Ausgiebig bedient sie das Hardboiled-Genre und zieht dabei alle Register ... Stieg-Larsson-wild geradezu. Nora Miedler ist ein Krimi mit der genau richtigen Haltung, der genau richtigen Geschwindigkeit gelungen – ein schöner Schmöker.
Bernhard Oberreither - Online-Buchmagazin des Literaturhauses - 09.09.2010
Nora Miedler hat mit ihren zweiten Krimi ein fesselndes Buch vorgelegt, dass mit einer sympathischen Antiheldin aufwartet, die von einem Fettnapf in den nächsten stolpert, und eine erstaunliche Auflösung bietet – unbedingt lesen.
Ostsee-Zeitung, 8.11.2010
Schmunzeln, schaudern, schmökern … schnell löst der Krimi diesen Dreisatz ein, da er wunderbar aus Krimi-Genre-Plattitüden steppt und ihnen Kontra bietet. Keine Schablonen-Charaktere, sondern welche mit Ecken und Kanten werden hier in die Welt des Verbrechens gestoßen und kämpfen sich mit Spontaneität, Situationsglück und Wagemut wieder frei. Dazwischen liegt ein Fundus an unerwarteten Wendungen, Rätselhaftigkeiten und dilettantisch-phantasievollen Aufklärungsversuchen, der bei alten und neuen Krimifans keinen Funken Langeweile aufkommen lassen wird.
Tatjana Zilg - AVIVA-BERLIN.de, Dezember 2010